Well I'm so tired of the rain falling softly on the ground. Just enough to get my feet wet but not enough to let me drown.





Plötzlich stehe ich wieder 
am Unfallort. 
Einmal nicht aufgepasst 
und mein Unterbewusstsein 
lengt
mich 
dahin. 
Ich tue das doch alles nur, 
um mich selbst zu verletzten. 
Als ich dort stehe 
spüre ich 
wie mein Handgelenk 
wieder mehr schmerzt.
Ich weiß,
dass kommt nur 
von Psyche
und ich weiß,
dass die Bilder
in meinem Kopf
nicht real sind 
und ich nicht wieder
von Kopf bis Fuß 
blute, 
doch ich bin wie erstarrt. 
Ich muss eine rauchen
sonst
raste 
ich 
aus. 
Ich muss hier weg.
Ich will hier nie wieder 
meine Zeit verbringen. 
Ich gehe extra einen anderen Weg,
weil dieser viel zu viele Bilder 
hoch hohlt. 
Ich sehe mich schreien, 
ich sehe mich weinen.
Warum können diese Bilder nicht verschwinden?
Mit leeren Augen laufe ich durch die Straßen. 
Als ich endlich zuhause angekommen bin,
greife ich nach der Flasche. 
Alles dreht sich. 
Ich will doch einfach nur Ruhe. 
Ruhe von den Gedanken,
die mich ganz klein machen.
Ruhe von diesen 
grausamen Bilder, 
die mich leiden lassen. 





Ich stehe betrunken vor dem Spiegel 
und lache mich selber aus.
Wie kann ich nur so dumm sein? 
Warum lüge und lüge ich? 
Doch ich werde immer so emotional,
wenn ich alleine trinke.
Eigentlich sollte ich mir nach dieser Sprachnachricht 
nicht mehr in die Auge gucken können,
doch ich stehe weiterhin vor dem Spiegel 
und lache. 
Ich lache so lange 
bis ich ein nächsten Schluck nehme. 
Der scheiß Alki in mir drin 
kann einfach nich aufhören zu trinken.



Come on make it easy, say I never mattered






"Im Internet warst du netter."
Auch wenn es nur ein Spaß war,
trifft mich der Satz, 
weil ich genau weiß, 
dass er eigentlich recht hat. 
Mit diesen Verhaltensweisen
ist echt verständlich, 
dass ich er es so sieht.
Wenn meine gemeine Seite 
zum Vorschein kommt, 
ist jeder Satz von mir, 
wie Schläge 
ins Herz 
und ins Gesicht. 
"Ich will nichts anderes 
als an deiner Seite sein. 
Ich möchte das wir zusammen kommen."
"Genau das möchte ich aber nicht.
Ich kann das nicht.
Ich bin und war nie die Frau an deiner Seite."
 Das muss reichen, 
um dich vor mir weg zu schubsen.
Weg von den Abgrund,
der meinen Namen trägt. 





Wie lang kann man schweigen ohne ruhig zu sein?






Irgendwie habe ich die Woche überlebt. 
Wenn mich einer fragt, 
wie ich das geschafft habe,
ich habe wirklich keine Ahnung. 
Die Schmerzmittel leiten mich durch die Tage
wie die Tränen, 
die nicht aufhören 
wollten 
zu weinen. 
Meine Auge wurde richtig dick
und Panik überströmte mein Körper. 
Doch die Ärztin sagte,
dass kommt alles nur 
vom vielen Stress 
und den ganzen weinen.
Mein Körper scheint 
die ganze Zeit 
so einen Stress 
ausgesetzt 
zu sein, 
dass er rebelliert. 
Gegen mich
und gegen sich selbst. 
Ich kann es 
mein Körper 
nicht verübeln. 
Ich rebelliere seit Jahren 
gegen mich selbst 
und gegen
das was ich vorgebe zu sein. 
Ich glaube selbst mein Körper 
braucht Ruhe 
von sich selbst. 



 

Die Nacht war kalt und nahm kein Ende






Das schlimmste an meinem Unfall ist, 
dass ich daran selbst Schuld bin. 
Ich wollte unbedingt noch an den Ort gehen, 
wo mich ein Wolf 
vor 6 Jahren 
missbraucht hat. 
Ich wollte 
ein Zeichen 
für mich selbst setzen.
Ich wollte da irgendwas kaputt machen
um mich später daran zu erinnern, 
dass ich das kaputt machen kann, 
was mich kaputt gemacht hat. 
Jetzt liege ich in meinem Bett, 
schmeiße mir Schmerzmittel ein 
und könnte stetig 
über meine eigene Dummheit weinen. 
All meine Stimmen 
lachen mich aus.
Ich kann es denen nicht verübeln. 
Nun ist an diesen Ort 
noch mehr traumatisches passiert. 
Ich weiß nicht 
wie ich je 
nochmal an diesen Ort 
vorbei gehen kann
ohne Bilder 
in mein Kopf zu bekommen, 
wie ich hilflos dort liege
und mein Körper 
voller Blut ist. 
Die anderen Bilder, 
wo du auf mir lagst 
und obwohl 
du sehr dünn warst 
ich dich nicht von mir weg stoßen konnte, 
haben mir schon gereicht. 
Ich merke stärker denn je, 
dass egal was noch passieren wird, 
ich stetig 
selbst daran Schuld bin. 



Alle suchten den Kontakt, doch ich wollte mit keinem reden.






In dem Heimatdorf 
eines Wolfes, 
den ich schon 5 Jahre kenne, 
laufe ich herum 
und kaufe Bier 
um von dem Abendessen 
zu fliehen. 
Ich merkte
wie mich die ganze Zeit 
am der Kasse
ein Kerl anguckte 
und ich lächelte 
zurück. 
Ich lief 
zu dem Gleis,
wo mein Zug 
in ein paar Minuten kam
und zündete mir eine Kippe an. 
Nach ein paar Minuten 
kam der Kerl von der Kasse 
auf mich zu.
Ich merkte
wie mir kurz schlecht wurde,
als er sich neben mir hinsetzte.
"Das kommt dir jetzt bestimmt komisch vor,
als hätte ich dich verfolgt. 
Sowas mache ich eigentlich nicht,
aber ich fand dich von Anfang an gleich sympathisch
und wollte das nicht so stehen lassen."
Wie bitte kann ich dir sympathisch sein? 
Du kennst mich nicht. 
Ich habe dich nur angelächelt, 
weil ich nett sein wollte
Ich versuchte weiterhin 
nett zu ihm zu sein 
und wir quatschen 
über meine bestehende Prüfung
und über seine Arbeit.
"Ich würde mich freuen, 
wenn wir uns wiedersehen würde.
Darf ich dir meine Handynummer geben?"
Ich gab ihm mein Handy 
und ich gab ihm die Hand 
zum Abschied. 
Ich weiß auch nicht
was im Moment los ist. 
Schon der zweite Kerl 
innerhalb zwei Wochen 
der mich anquatscht 
und mir seine Handynummer gibt. 
Dabei seh ich so schrecklich aus
wie schon lange her. 
Ich schminke mich nicht mehr,
versuche unter weiten Hoodies 
meinen dicken Bauch 
zu verstecken
und mein Gesicht 
sieht so
aufgequollen aus. 
Ich möchte nicht attraktiv 
für Kerle sein.
Das wollte ich
seitdem ich weiß,
was Kerle
alles anstellen können,
nicht mehr.
Ich brauche nicht noch mehr Kerle 
in meinem Leben, 
die mich 
mit ihren Taten 
anzünden
und 
auf meine Asche 
treten. 
Ich brauche einfach 
meine Ruhe
und Zeit 
um endlich 
wieder weniger zu werden.
Ich möchte keine Hand mehr nehmen, 
wo ich weiß 
das dieser Mensch
mich eh bald verlassen wird. 





 

Hauptsache alles betäuben, egal wie.






Zwischen Yoga
und Bauchtraining
schmeiße 
ich 
mir 
meine Drogen
ein. 
Nach einer Stunde 
merke ich 
wie 
ich 
plötzlich
woanders bin. 
Es scheint so 
als stände ich neben mir. 
Ich schaue mir selbst 
dabei 
zu 
wie 
ich 
Grey's anathomy
schaue 
und
Kippen
rauche. 
Ich fühle mich anders.
Ich bin nicht mehr ich selbst
sondern 
irgendeine andere Person. 
Vielleicht bin ich auch ein Geist. 
Vielleicht bin ich auch endlich tot. 
Doch mein Papa sieht mich 
und redet mit mir. 
Also muss ich immer noch N. sein.
Scheiße.
Ich schaue mich im Spiegel an 
und sehe wie sich meine Pupillen weiten. 
Ein Glück 
das 
niemand 
bemerkt 
wie 
ich 
zwischen 
Realität 
und 
Halluzination 
wanke.
Niemand sieht hier irgendwas. 
Niemand sieht 
das 
ich 
nicht mehr 
ich 
selbst 
bin.
Wer sieht mich hier überhaupt?




 

We didn’t talk about anything heavy or light. We were just there together. And that was enough.






Zwischen Assassin Creed spielen 
und GTA Videos anschauen
halte ich kurz inne. 
Ich versuche den Gedanke,
dass Assassin Creed 
dein Lieblingsspiel war,
zu verdrängen. 
Ich nehme 
ein Schluck 
von meinem Bier, 
zieh an dem Joint 
und versuche 
mich nur noch 
auf M. 
zu konzentrieren. 
Er trägt wieder 
das rot-schwarze Hemd
und das 
In Extremo T-Shirt
welches ich ihn
zu Weihnachten 
geschenkt habe.
Wenn ich bei ihm bin 
vergesse ich, 
dass ich eigentlich 
Angst vor Männern habe. 
Und das ich das Gefühl
habe 
sterben zu müssen, 
wenn mich einer anfasst.
Genau wie er 
da sitzt
und mit mir 
über die gleichen Sachen 
lacht,
bestätigt mich es noch mehr 
das es die richtige Entscheidung war
mich für ihn zu entscheiden.
Zwar ist es mit ihm 
was komplett anderes
und wir werden 
uns wohl nie 
so sehr lieben,
wie es in meiner vorhigen Beziehung
der Fall war,
aber das ist okay. 
Ich glaube
im Moment brauche 
ich 
gerade sowas. 
Eine zwischenmenschliche Beziehung,
wo die Freundschaft nicht zu kurz kommt 
 und wo wir nicht ständig 
über das grausame im Leben reden. 
Ich brauche nicht viel.
Ich brauche nur das Gefühl, 
dass ich hier sicher bin 
und das man mich 
braucht 
und nicht nur fürs Bett
sondern auch am Mittwochabend,
wo nichts anderes geschieht 
außer reden, lachen 
und beim Abschied 
zu bemerken, 
dass man am liebsten 
gar nicht mehr fort gehen möchte.