I’m tired of my life and my mind wants to die







"Wenn viele Menschen um mich reden, dann höre ich alle, und verstehe doch kein einzigen."
-Worte einer Autistin











"I feel numb and dumb, and unable to lay hands on any words."







Gefühlsduselig
ein Gedicht Sylvia Plath

Auf Schlamm gebettet unter dem Zeichen der Hexe,
im Griffe des Blutes, henkt die schlafwandelnde Jungfrau 
mit ihrem Fluch den Mann im Mond,
den Reisigbündel tragenden Jack in seinem rißlosen Ei:

Mit einem Oxhoft Rotwein zum Saufen ausgebrütet
ist er König und an kein Stöhnen angenabelt,
doch kaufen fischschwänzige Mädchen beide weißen Beine
zum Preis einer nadelgestickten Haut.








ein guter mann trinkt nicht. ich trinke schon wieder allein, zu was genau macht mich das?











ich kann nicht frei sein wie alle anderen,
etwas x-beliebiges aus den kühlschrank nehmen
und es genießen.
ich kann mich nicht tag für tag
mit meinen freunden treffen
da die isolation mich gefangen hält.
ich kann nicht einfach so
an der alkohol abteilung des supermarkts vorbeigehen
ohne nach einer flasche des wundertranks zu greifen.
ich schaffe es nicht
zu lächeln
zu reden
zu leben
wie die anderen menschen
die ich aus meiner glaskugel
erblicke.
ich schaffe es nicht mit meinem Leben
hand in hand zu gehen.
Ich stoße es weg,
verdränge es
und würde es nur zu gern
einen Krebskranken Kind schenken.





ich drück die hunderste kippe aus, noch ein bisschen blau, nichts im bauch






mit jeder weiteren kippe. 
die ich mir anzünde,
zünde ich auch 
etwas 
von mir an. 
ich rieche 
verkokeltes Fleisch,
ich rieche die beißenden Wunden 
unter meiner Haut,
die verwesung nagt.
drifte weg 
falle lallend 
zu boden.
ich bleibe liegen
und sehe mich selbst
in flammen aufgehen. 






Könntest du bitte meine zigarette anzünden und mein Leben gleich mit?







ich konsumiere mich 
verschwende mich
und dröhne mich 
mit den drogen der welt zu. 
die zigaretten verschwinden im nu
der alkohol scheint es auf mich abgesehen zu haben.
alles ist mir recht 
um der realität 
zu entfliehen.
alles zieht mich hin 
zu den gefühl
der Verdrängung;
all die erinnerungen 
im betäubten zustand 
nicht mehr so stark zu spüren 
und nicht mehr deutlich zu sehen. 
ich verdränge mich; 
ich verdränge die welt 
und den tod laufe ich in die arme. 






verwesen








nein, ich kann das nicht. mein kopf ist voller schwere und todesgedanken. ich schaffe es einfach nicht logisch zu denken. bitte schaut mich nicht so an, ich schaffe es einfach nicht zu lächeln. bitte dreht euch weg, und spricht mich nicht an, mein worte sind im schwarzen meer ertrunken. nein, ich kann das nicht essen, die gedanken ans essen bringt mich um. nein, lüg mich nicht an, ich kann nicht dünn sein, schließlich bin ich ein walross. bitte kommt mir nicht zu nahe, ich ertrage euch und eure nähe nicht. bitte lasst mich einfach alleine, ich will nicht im beisam von euch die kontrolle verliere. ich möchte nachhause, auch wenn es dort genauso dunkel und grausam ist. bitte lasst mich für die ewigkeit schlafen, ich schaffe es ja nicht mal meine Beine zum laufen zu bewegen. bitte kippt mir alkohol in den rachen, dann könnte ich das hier ertragen. ich sehne mich nach einer waffe an meine schläfe. bringt mich fort, bitte, bringt mich einfach nur fort.









Wo alles in Ordnung ist, wo es keine Sorgen gibt, wo es immer ein wunderschöner Sonntagmorgen ist, wo das Haus voll Lachen ist, wo ich deine Mama Lieb, wo ich noch dran glaube und zu ihr sage: Wir schaffen es









Ich sehne mich nach den kalten Herbsttagen, wo ich Mittags von der Schule kam und beim Eintritt unseres Geisterhaus Sicherheit gespürt habe. Wo der Duft Mittagsessen mir noch kein Ekelgefühl gab, und ich mich an den Esstisch setzte und das warme essen aß ohne davon wegzurennen. Ich möchte in diese Tage fliehen, wo die warme Suppe in meinen Magen die Kälte des Wetter vertrieb und ich mich damit besser fühlte. Wo die Familie noch beisammen saß, sich viel erzählten, lachten und scherzten und ich mein Papa als Retter in der Not ansah und nicht wie jetzt als unkontrolliertes wütendes Wesen, dessen Patronen und Klingen immer wieder auf meine Schwächen zielen. Ich sehne mich danach die Welt aus den Augen eines Kindes zu sehen, was noch nichts von ihren dunklen Erinnerungen und ihrer jetzigen Vergangenheit wusste. Ich sehne mich nach den Tagen mit meiner Schwester, wo wir beide noch nicht in den Fängen der Krankheiten hingen, wo wir uns in den Decken kuschelten, Kekse aßen und beim stürmischen Wetter Filme schauten. Ich möchte meine Schwester wieder mit voller Liebe anschauen und nicht so wie jetzt, so schuldbeladen, so voller Angst. Ich möchte sie in die Arme nehmen, ohne Angst zu haben sie zu zerbrechen und an der Nähe zu verbrennen. Ich sehne mich nach meiner Freundin, die schon kannte seit ich Klein war. Sie wohnt die nur 5 Minuten von mir entfernt wohnt und ich lief immer zu ihr, wann ich Zeit und Lust hatte. Jetzt sehen wir uns nicht mehr, obwohl wir uns räumlich immer noch so nah sind. Wir kennen uns nicht mehr, sie sieht mich nicht mehr, weil sie mit meiner Welt nichts mehr zutun haben möchte. Ich möchte Tagelang mit ihr verbringen und mit ihr in ihren Gartenhäuschen lachen, Süßigkeiten essen ohne das die Nahrung mich anschreit. So will ich meine Tage verbringen, und mich nicht mehr so wie jetzt, täglich betrinken um mein Leben nicht mehr zu spüren zu müssen und mein Selbsthass zu dämpfen. Ich bin müde davon täglich alles zu verdrängen, was auf mein Herz ein sticht und mir nichts als Versuche gibt mich umzubringen. Ich bin müde davon Nahrung abzulehnen, doch zu kraftlos um je ein Bissen zu mir zu nehmen. Ich sehne mich nach lauter Farben in mir drin, obwohl ich am liebsten Schwarz trage.
Ich sehe wie ich mein Leben vor die Wand fahre, und ich regungslos daneben steh, als ob es nichts mit mir zu tun hat. Ich steh als feiges, stummes, jämmerliche Reh daneben zähle meine Tage auf dieser Erde, die ich dann später auf meiner Haut verewige und Todesschreie an mir vorbeigehen. Ich verschwinde.