Wenn ich mal kurz fliehe, liegt’s nicht an dir. Manchmal will ich nicht zu finden sein, doch komm immer wieder zurück







Ich verstecke mich 
unter deine Panda Decke
und merke 
dabei 
wieder
wie 
gut
es sich 
doch anfühlt 
sich vor allen 
und jeden 
zu verstecken. 
Niemand kann mich 
hier 
sehen.
Niemand 
kann 
mit 
einem Blick 
all meine Fehler 
erblicken. 
Du kommst 
wieder
und berührst mich 
und ich tauche 
wieder
unter der Decke auf. 
Wenn du mich berührst
und mich mit deinen 
treuen Augen 
anschaust, 
dann ist es okay
sichtbar 
zu sein.
Für dich bin 
ich 
gern 
sichtbar, 
weil ich auch will,
dass du mich siehst,
selbst wenn 
mein Selbsthass 
mich verrückt macht.




Denn ich hacke meine Komplexe mit meiner Kreditkarte klein






Mit ekelhaften Gefühlen 
wasche 
ich 
die dreckigen Teller 
von meinem 
drogenbesetzten 
Fressanfall 
ab.
Ich schrubbe 
und schrubbe
und das Wasser
wird 
immer heißer.
Ich verbrenne 
mir die Hand 
doch 
ich 
halte
meine Hände 
weiterhin 
darunter. 
Ich widere mich selbst
so an, 
unglaublich. 
Mein Bild, 
wo ich mit dem Einhorn,
welches mein Vater
mir zum Valentinstag 
geschenkt hat
zu sehen ist,
liegt auf den Boden. 
Es sieht so aus, 
als hätte 
mein Papa
es absichtlich 
runter gerissen, 
weil ich gestern 
nicht aus meinen Zimmer kam
und er meine extremen 
Stimmungsschwankungen,
die von den Drogen kamen, 
ein bisschen mitgekriegt hat.
Der Abend gestern 
begleitet 
mich mit so viel Scham,
dass ich mir wünsche,
das ich die Drogen 
doch niemals 
angefasst hätte.
Es gibt einfach keinen Menschen, 
den ich so verachte 
wie mich selbst. 
Wenn mein Papa
wüsste, 
was in meinem Leben 
alles so abläuft
würde er mich 
entweder
rausschmeißen,
oder mich zurück 
in die Klinik schicken.
Doch ich weiß,
keine Klinik 
der Welt
wird jemals 
meine suizidale Ader 
dämpfen können.
Einmal in den Tod verliebt,
immer in den Tod verliebt.



So you can drag me through hell if it meant I could hold your hand





Der Tag fängt schon beschissen an. 
Ich lasse mein Schlüssel 
zuhause liegen 
und an meinen 
freien Nachmittag 
komme ich nicht ins Haus. 
Ich schreibe das M. 
und er bietet mir an
 den Nachmittag
 bei ihm 
zu verbringen. 
Gestern Abend
 habe ich mich so 
nach diesem Angebot 
gesehnt. 
Ich muss strahlen, 
als er 
mir 
das geschrieben hat. 
Ich zögere mit der Antwort, 
weil ich ständig 
in den Spiegel schaue
 und aussehe 
wie der letzte Penner. 
Als komme ich
 gerade 
 frisch 
von der Mülltonne. 
Und mit mehreren Blicken
 in den Spiegel
 merke ich extrem,
 dass die neue Leggings
 mich
 unglaublich dick
 macht. 
Mit so einem Aussehen 
kann ich einfach nicht 
zu M. gehen. 
Ich lasse mir 
eine Notlüge 
einfallen 
und er scheint 
mir
 zu glauben. 
Ich fühle mich so schlecht dabei, 
weil ich eigentlich mir
 seine Anwesenheit 
nur so wünsche. 
Doch ich bin nicht gut genug. 
Ich kann nicht aufhören mich zu hassen.
 Wie soll er mich jemals schön finden, 
wenn ich so bei ihm auftauche? 
Ich distanziere mich wieder von M. 
Wie so oft schon.
 Ich distanziere mich
 immer
 am schnellsten 
von den Menschen, 
die ich überalles liebe. 
Bei Menschen, 
wo keine Gefühle im Spiel sind,
 passiert mir das nicht. 
Bei diesen Menschen
 ist der Fall nicht so groß,
 wenn sie gehen. 
Bei M wäre der Fall so groß, 
dass ich lieber von selbst gehen würde, 
 als das er mich verlässt. 
Ich kaufe mir ein Bier
 und setzte mich auf die Bank
 auf den Spielplatz, 
wo M.
 und ich so viel Zeit 
in unserer Anfangszeit 
verbracht haben.
 Alte Erinnerungen
kommen hoch 
und ich weiß noch 
wie fasziniert ich von ihm war. 
Er war ein Kerl mit Herz,
dachte ich zumindest.
 Doch jetzt weiß ich, 
dass sein Herz 
nur mit Drogen 
und Leere gefüllt ist. 
Auch wenn wir da
schon wieder
eine Gemeinsamkeit haben,
hockt zwischen den Drogen 
auch ein geballtes Gefühl, 
was sich Liebe nennt. 
Egal wie viele Drogen 
ich
konsumiere, 
spüre 
ich
dieses
grässliche Gefühl
von Abhängigkeit. 
M. hält meine Fäden,
doch wenn 
ich 
nicht 
genau 
hinschaue, 
 sägt 
er 
die Fäden 
durch
mit 
seiner Desinteresse 
und 
seiner Leere. 
Ich befinde 
mich
im ewigen Fall
und 
weiß
genau
wenn 
ich 
auf 
den Boden
knalle,
gibt es niemanden
der mich auffängt
und schon gar nicht M.




Don’t allow your wounds to turn you into a person you are not





Die sanften Töne 
des wunderschönes 
Linkin Park Lied 
hallt durch deine Wohnung. 
Du hälst mich 
fest 
in deinem Arm
und 
schmiegst 
dich 
sanft 
an 
meine
Schulter.
Seit langen 
fühle 
ich 
mich 
angekommen, 
sicher,
beschützt. 
Seit langen 
fühlt 
sich 
mein
Herz
nicht mehr kalt
an. 
Ich weiß nicht
was du mit mir machst. 
Dein Zauber 
werde
ich 
wohl
nie 
ganz
verstehen. 
Ich würde 
diesen Moment 
am liebsten 
einfrieren 
und immer 
wieder 
auftauen, 
wenn 
meine Gedanken
mich
wieder
versuchen
zu töten. 
Doch der Fall 
lässt
nicht
lange
auf 
sich warten.
Ich weiß nicht, 
ob es die Wirkung
von dem Joint war, 
doch als ich die Wohnung
verlasse,
will eine Welle
voller Traurigkeit
mich
ertränken. 
Ich schaue an mir 
runter
und 
kann nichts 
erkennen, 
was ich leiden 
oder gar 
akzeptieren kann, 
Mein fetter Bauch 
lacht 
mich 
aus.
Ich will 
nicht 
mehr 
in 
diesem Körper
wohnen. 
Ich habe 
den Drang
auf 
irgendwas 
einzuschlagen. 
Wo ist die Leichtigkeit
von eben
nur verschwunden?
Menschen kreuzen 
 meinen Weg
und ich schäme
mich 
zutiefst. 
Ich bin nur 
ein hässlicher Parasit. 
 Ich habe keine Ahnung 
warum M. 
mit mir 
zusammen sein will. 
Ich kann ihn nichts bieten
außer meinen Elefanten Körper,
dummen Witzen,
versteckte Traurigkeit, 
Todesgedanken, 
verhasster Selbsthass
und ein Wechselspiel 
zwischen 
distanziert 
und
viel 
zu 
nervig. 
Ich sehe 
keinen 
einzigen Grund
warum M. 
bei mir
bleiben sollte.
Und ich denke,
das ist genau 
der Punkt.
Ich würde mich 
nicht wundern,
wenn M. 
das Handtuch 
wirft
und sich 
lieber 
eine Frau 
sucht
die ein 
schönes Erscheinungsbild 
hat.
Ich würde 
ihn 
sogar 
verstehen
und 
das macht 
mich traurig.
Es macht mich 
traurig, 
dass der Selbsthass
so groß ist, 
dass ich keinen Grund 
finde, 
jemanden verdient 
zu haben, 
der mit mir 
sein ganzes Leben 
 verbringen will. 
Es macht mich traurig
Tag für Tag 
von dem Selbsthass
so belagert zu werden,
dass ich in nichts
einen Sinn sehe
und mich selbstverletze.
Es macht mich so traurig, 
dass ich mich 
ohne zu zögern
töten würde,
wenn es nur gehen würde.
Es macht mich so traurig 
in diesem Körper
gefangen
 zu sein.
Ich wäre gern
weniger
wie 
ich.  




I’m tired of meeting the same people in different bodies


  


Ein Wochenende zum fremdschämen.
 Das Wochenende 
voller Lügen
 und in einem
 fremden Bett
 liegen. 
Bei einem komplett 
fremden Mädchen aufgewacht, 
die absolut anders als ich ist.
 Arrogant, 
viel zu direkt 
und
 früh morgens 
viel zu aktiv. 
Meine eigene Dummheit 
liegt neben mir 
und viel zu spät 
merke ich,  
dass ich hier 
meine Sorgen 
nicht
 vergessen
 kann. 
Ich komme
 einfach 
nicht
 mit Menschen klar, 
die viel zu 
aufdringlich 
meine Nähe
 suchen.
 Ich bin einfach 
viel zu
 geprägt
 von dunklen Erinnerungen. 
Ich brauche 
kein Mädchen
 oder Kerl
 fürs Bett.
 Ich brauche einen Menschen, 
der bei mir bleibt, 
selbst wenn ich nicht 
mit denen
 ins Bett
 hüpfe.
 Die Menschen
 können mich 
verkorkst 
nennen,
 doch niemand 
steckt
 in meinem Körper,
 wenn mir einer zu nah kommt. 
Keiner spürt das zittern, 
die Unsicherheit 
und die leisen Tränen, 
die 
mein zerbrochenes inneres
 weint, 
wenn die Flashbacks
 mich
 erwürgen. 
Es gibt nur ein Mädchen, 
welches mein Herz 
so sehr berührt hat 
und die nicht gegangen ist, 
wenn ich mich zurück gezogen habe. 
Und dieses Mädchen kann niemand ersetzen, 
vor allem nicht das Mädchen 
neben mir, 
was mich
 mit ihren Blicken
 auszieht. 
Wie komm ich nur immer an solche Menschen? 
Ich ziehe solche Personen magisch an.
 Ich zieh an meiner Kippe,
 trinke mein Bier 
und sehne mich weit weg von ihr. 
Ich will einfach nur nachhause, 
wo ich zu viele Abführmittel nehmen kann, 
da ich hier so viel Mist gegessen habe. 
Das was in ihrer Wohnung passiert ist,
bleibt auch da. 




Die Ruhe, die ich suche, finde ich nur noch bei dir






Mit meinem Tshirt,
 wo drauf steht: 
"Willst du mit mir Drogen nehmen?
 Ja, nein, vielleicht", 
sitze ich
neben dir 
und schau dir zu 
wie du den Joint für uns beide baust.
  Mit einem nervösen Lächeln
 schenke
 ich
 dir
 genau 
das gleiche Tshirt. 
Du bedankst dich
 und ich spüre, 
dass es richtig war 
dieses Tshirt 
auch für dich 
zu bestellen. 
Es gibt keinen Menschen
 mit dem ich 
lieber Droge nehme, 
als mit dir. 
Die Zeit vergeht mit dir wie im Flug. 
Wir rauchen
 noch 
einen 
und 
trinken 
unser Bier
 und 
teilen uns
 die Jägermeister Flasche.
 Wir lachen so viel 
und ich suche
 in manchen Momenten
 deine Nähe.
 Du legst meine Beine 
auf deinen Schoß, 
damit ich es bequem habe 
und ich fühle mich
 in die Zeit zurück gesetzt, 
wo ich noch nicht
 den verfluchten Brief 
dir in den Briefkasten
 geworfen
 habe. 
Ich spüre 
wieder 
die Hoffnung 
in meinem Herzen 
und jedes Mal 
wenn du lachst, 
weiß ich
 warum ich 
immer wieder 
auf dich zu gehe 
und ich
 uns
 noch nicht
 aufgeben habe. 
Wenn ich uns aufgegeben hätte,
 hätte ich nicht 
so schöne Momente 
mit dir
 erlebt,
wie als ich am Mittwoch
 bei dir war 
und
 ich 
vor dir 
rum gehüpft bin, 
weil ich dir
 meine neuen Kuschelsocken 
zeigen wollte, 
wo eine Katzen Meerjungfrau
zusehen ist,
 und du mich 
deswegen 
ausgelacht
 hast. 
Wie wir uns danach 
gefühlte Stunden
 angeschaut haben, 
bis ich diese Spannung
 nicht mehr
 ausgehalten
 habe 
und ich dich
 zu der passender Liedzeile:
"Wenn du mich küsst, ist die Welt weniger scheiße", 
geküsst habe. 
Für solche Momente
 lohnt sich 
jeder Schmerz, 
jede einzelne Träne, 
jedes Gefühl 
einfach aufgeben zu wollen, 
weil ich denke, 
dass du mich 
eh 
nie
 lieben wirst.
 Ich habe es mit dir lieber schwer, 
als ohne dich zu sein. 
Ich will es nicht ohne dich 
 einfach haben, 
da du tag täglich 
in meine Gedanken 
herum geisterst
und 
du 
leider 
eines meiner 
Lieblingspersonen 
bist. 
Mit wem 
soll 
ich 
sonst die Wochenenden 
verbringen? 
Mit wem 
soll 
ich 
sonst
stundenlang 
lachen 
und Hand in Hand 
auf dem Sofa einschlafen? 
Mit wem soll 
ich
  im Grasrausch 
den anderen
eine Bierdusche geben? 
Mit wem soll ich  
Sonntage
auf dem Sofa verbringen, 
in eine Decke eingewickelt
und sich darüber beschweren 
wie anstrengend 
es doch ist
sich zu bewegen? 
Wer soll mir 
Stirnküsse 
und lange Umarmungen 
schenken, 
wenn ich den Schlussstrich ziehe? 
Du bist unersetzbar 
für mich 
und 
mein Herz. 
Lass mich kein Trostpreis sein, 
bitte.  



Meine Nähe wird nie das sein, was dich heilt







Gestern las ich mir diesen Text durch, den ich vor über einen Jahr geschrieben habe und musste dabei weinen. Zu dieser Zeit war alles noch so anders. Dort war ich noch nicht mit M. zusammen, aber ich habe das Gefühl, dass wir uns da viel näher waren, als jetzt. Ich kann meine Gefühle nicht mehr verdrängen, lasse meine Tränen freien Lauf, nur um mich später dafür zu hassen, dass ich so dumm war einen Mann wieder in mein Herz zu lassen.
ich dachte, ich schreibe ein kleines Update zu diesem Text, weil diese Zeilen mir sehr viel bedeuten und mich sehr bewegen.


Ich will schreiben. So unendlich viel schreiben. Über dich, über das was uns wiederfahren ist. Noch immer sehe ich dich als den schönsten Mann auf dieser Erde an. Ich kann dich manchmal nicht oft genug anschauen und fühle mich dabei wie ein kleiner verliebter Teenager. Ich habe dich so oft angeschaut in den letzten Wochen mit dem Gefühl, dass ich dir nicht genüge. Das ich es nichtmal schaffe oder in den letzten Monaten geschafft habe,  dass du irgendwas für mich empfindest. Ich frage mich so oft, warum du meine Nähe suchst, obwohl du keine richtigen Gefühle für mich hast. Das geht alles nicht in meinen Kopf. Ich will darüber nicht nachdenken, aber meine Gedanken drehen sich im Kreis und machen mich verrückt. Ich sage unsere Treffen ab, weil ich mit all das nicht mehr fertig werde. Ich habe das Gefühl, du siehst durch mich hin durch. Du willst nur das sehen, was du sehen willst und nicht das was ich dir zeige. Du schätzt meine Anwesenheit nicht. Du schätzt meine Taten nicht. Du siehst nicht wie sehr ich kämpfen musste um deine Nähe als etwas schönes und nicht als was bedrohliches anzusehen. Am Anfang wollte ich das alles nicht. Meiin Inneres hat sich so gegen die Nähe von dir gewehrt. Ich weiß nicht wie viele Autos und wie viele Mülltonnen ich zerstört habe nachdem wir uns getroffen haben. Ich war aggressiv und viel zu gefangen in meinen alten Erinnerungen. Eine bitterböse Kombi.
Die alte Narbe spuckte ständig Blut. Wie hätte ich da ruhig bleiben können? Doch ich wollte uns eine Chance geben. Deswegen habe ich dagegen angekämpft, immer und immer wieder. Bis ich irgendwann unbekleidet neben dir liegen konnte, ohne um mich schlagen zu wollen. Ich bin viel zu oft über meine Grenzen gegangen. Ich habe alles versucht, weil ich so einen Menschen wie dich nicht verlieren wollte. Und jetzt weine ich mehr, als ich lache. Jetzt sitze ich hier und merke wieder, dass ich zu viel gegeben habe. Die Liebe lässt mich wieder verwundet zurück. Ich habe keine Kraft mehr irgendwas zu retten. Ich denke so oft unsere gemeinsamen Momente zurück. Zum Beispiel wie wir die Nächte durchgemacht haben und Schnaps getrunken haben. Wie du mich liebevoll mit der Pandadecke zugedeckt hast, oder wie du mir zum Abschied immer ein Kuss auf die Stirn gibst und mich ganz fest in deinen Armen hälst. Oder als du noch bei deiner Ex gewohnt hast und immer als sie nicht da war, mich eingeladen hast und wir ihren ganzen Alkohol leer getrunken haben. Oder wie du bei mir warst, wir auf den Sofa saßen mit einer Whisky Flasche vor uns. Wie betrunken du warst und schüchtern mir deine Narben gezeigt hast. Wie du eine halbe Stunde gebraucht hast eine Zigarette zu drehen. Ich habe dir beim anziehen geholfen, deine Schuhe zu gebunden und mich bei dir eingehackt, damit du auf dem Weg zu dir nachhause nicht hinfällst. Oder an die Nächte, wo du mich erst in den Morgenstunden nachhause gebracht hast und ich immer deine Hand genommen habe, damit ich dich den Berg hoch ziehen konnte. So hat die Nähe zwischen uns angefangen. Ganz klamm heimlich und schüchtern. So viele Kippen, so viel Bier, so viel Schnaps, so viel Gras wie wir konsumiert haben, ist echt unglaublich. 
Ich denke so oft an den Abend, wo wir uns kennengelernt haben. Auf dieser Party von dem Wolf. Wo wir beide viel zu viel getrunken haben und ich dich, aus was für einen Grund auch immer, mit einem Edding angemalt habe. So oft haben wir schon über diesen Abend gesprochen. Du hast so oft gesagt, dass dieser erste Eindruck, den du von mir hattest, dir immer im Gedächtnis bleiben wird. Und ich möchte auch immer in deinem Gedächtnis bleiben, aber vielleicht nicht als feste Freundin. Vielleicht hatten wir beide noch nie eine lange gemeinsame Zukunft. Zwei Süchtige die, die Gefühle nur zu gerne mit den Drogen verdrängen. Ich dachte immer, dass das was wir haben für mich reicht, aber ich scheine mich geirrt zu haben. Wie so oft. Ich kann unser Ende sehen, auch wenn ich es ständig versuche aufzuhalten. Ich will dich nicht verlieren, auch wenn ich zitternd viel zu viele Kippen rauche, wenn ich an uns denke. Oder ich all meine Körperteile aufschneiden möchte. Die Isolation mich heim sucht und ich nicht genau weiß, ob ich jetzt hungern oder fressen soll. Ich kann dich noch nicht loslassen. Wenn ich noch etwas schlechter kann, als meine Gefühle im Griff zu haben, ist es Menschen loszulassen.
Ich wünschte, wir könnten einfach Gras über die Sache rauchen. Doch so viel Gras auf der Welt gibt es nicht, um diesen ganzen Schmerz schön zu reden. 
Versteck mich da, wo du mich nicht findest. Nur damit du mich auch mal vermisst.