Time won’t make you forget, it will make you grow and understand things






Neue Liebe beginnt da, wo die alte Liebe aufhört weh zu tun. Früher konnte ich mich mit diesen Satz nie so richtig identifizieren. Ich dachte alte Liebe hört nie auf weh zutun. Doch nun sitze ich hier und spüre endlich, dass ich diesen Satz ohne Reuhe sagen kann, ohne das es gelogen ist. Natürlich werde ich die alte Liebe nie vergessen und es wird Zeiten geben, wo ich daran zurück denke und mir wünsche, dass ich in die Zeit zurück reisen kann, wo du mich noch magst. Aber du wirst mich nie wieder mögen und das habe ich akzeptiert. Ich brauche deine Liebe nicht mehr um atmen zu können. Ich habe gelernt ohne dich klarzukommen. Du bist nicht mehr meine Sonne und ich bin nicht mehr dein Mond. Unsere Zeit ist vorbei und auch die Zeit, wo ich ständig auf deine Worte warte. Ich brauche deine Worte nicht mehr. Ich brauche dich nicht mehr. Das einzige was ich im Moment brauche ist Sicherheit und die kannst du mir nicht schenken. Du schenkst mir höchstens Bauchschmerzen und eine tiefe tote Leere in mir. Und es ist nicht gelogen, wenn ich sage, ich wünsche dir viel Glück auf deinen weiteren Weg. Ich suche mein Glück noch, aber da ich eh ständig am suchen bin, ist das okay. Ich suche und suche und vielleicht werde ich irgendwann fündig und kann dann mit warmen Herzen sagen, dass sich all der Schmerz gelohnt hat für dieses Stück Glück. 




Nicht mehr viel zu verlieren außer Zeit und den Verstand






Es ist leicht zu sagen, 
dass man die Welt 
erträgt, 
wenn man auf Droge ist. 
Es ist leicht 
mir 
einzureden, 
dass dieser Weg 
der richtige ist, 
wenn ich im M's Armen 
liege
und seinen Herzschlag
höre. 
Es ist leichter 
die Gedanken 
zur Seite 
zu schieben,
wenn ich arbeite 
und ich mich 
vollkommen 
auf die Kinder 
konzentriere, 
damit ihnen nichts passiert. 
Es ist leicht 
mir einzureden 
"Ich habe doch keine Angst",
wenn ich gerade mehrere 
Tavor Pillen geschluckt habe. 
Es ist leicht 
mir einzureden,
dass mir die Trennung 
von meinen Eltern 
mir 
nichts mehr
so viel ausmacht, 
wenn meine Pupillen 
sich weiten, 
doch wenn 
meine Mutter 
die Türen knallt, 
die Panik in mir losgeht
und ich mich 
im Bett verstecke, 
damit sie mich nicht 
anspricht, 
falle ich wieder zurück
und wünsche mir 
die Zeit zurück, 
wo ich wirklich 
dachte, 
dass sich die Wogen geglättet haben
und wir wieder eine Familie 
sein können, 
trotz den ganzen Krankenheiten, 
bösen Worten
und Taten, 
die mir 
mein Verstand 
geraubt haben. 
Es ist leicht 
all die dunklen nackten 
und entblösten Momente 
zu verdrängen,
wenn im Strudel
des Alkohols gefangen bin,
doch wenn irgendein Wolfname fällt 
und die Flashbacks 
auf mich einschlagen, 
weiß ich das ich 
darüber nie hinweg komme. 
Es ist schrecklich 
dieses Gefühl 
in meiner Herz zu spüren, 
dass ich keine Kindheit hatte
und das mir meine Jugend 
selbst versaut habe
mit den stetigen hungern, 
schneiden, 
verbrennen,
den ganzen Todesversuchen, 
den Alkohol, 
den Klinikenaufenthalte 
und den Wolfsmomente. 
Die Zeit rast 
und 
die Dunkelheit
wohnt 
immer 
noch 
in mir. 
Ich glaube nicht, 
dass sie irgendwann 
auszieht 
und 
ich 
anfange
das Glück 
mehr zu spüren 
als den Tod. 





It's not you, it's my anxiety





 

Ein Tag ohne Tavor 
und mein Körper spielt verrückt.
 Selbst als ich morgens
 noch nicht richtig wach war
 und mit meiner Klassenkameradin
 zur Arbeit gefahren bin, 
hatte ich das Gefühl,
 ich würde stundenlang Achterbahn fahren
 und zig Autounfälle hintereinander haben. 
Mein Herz blieb mir ständig stehen 
und ich dachte gleich ist alles vorbei.
 Aber ich kann doch nicht 
völlig benebelt mit Tavor intus arbeiten
Das kann und werde ich nicht tun
Schließlich arbeite ich mit kleinen Kindern,
 die sich jeden Tag aufs Neue
 zu einen etwas selbstständigeren Kind entwickeln.
Auf der Arbeit war alles okay, 
doch auf den Weg nachhause
 fing das gleiche Spiel von neuen an
 und ich schaffte 
es kaum
 zu reden 
ohne ständig zu stottern. 
Ich bekam
 keinen richtigen Satz 
mehr auf die Reihe.
 Alles in mir schrie vor Panik.
 Auch als ich aus den Auto ausstieg
 fiel es mir schwer 
mit meinen zitternden Beinen
 zu laufen. 
Ich bin quasi nichts mehr 
außer ein Sturm voller Panik und Angst. 







We all need change




 
So viel Zeit ist vergangen, als ich begonnen habe mein ersten Blog zu gestalten. Mir ging es so schlecht. Die Psychiatrie hat mich in die Knie gezwungen. Ich musste mich plötzlich allen stellen. All meine Gedanken wurden analysiert und aufgeschrieben. Mir wurde Nahrung zu geworfen und ich musste ein braves Mädchen sein und essen, doch ich habe mich ständig geweigert. Ich wollte nicht wieder ein Elefant werden. Ich wollte so gut es geht weniger werden, egal was das für meinen Körper und für mich bedeutet. Meine Erinnerungen an den jahrelangen Missbrauch haben sich in mir rein gefressen und ich habe mich geschnitten und geschnitten. Ich wollte diese Erinnerungen nicht mehr haben. Ich wollte nicht ständig erinnert werden, wie es ist keine Stimme zu haben und völlig in den Strudel des Missbrauches zu verschwinden. Ich wollte einfach nicht mehr so ein Leben führen. Dann habe ich losgelassen und war für den Tod bereit. An Weihnachten wollte ich meinen Leben ein Ende setzen, doch ein Tag später saß ich wieder in der Psychiatrie und wurde als suizidal abgestempelt. Das ist alles schon so lange her und jetzt sitze hier, besitze noch einen zweiten Blog und merke wie sehr ich mich doch verändert habe. Zwar bin ich immer noch ein suizidales Mädchen, welches sich mit mehr Diagnosen kleidet, aber ich habe begonnen auch warme Momente aufzuschreiben und sie zu teilen. Früher dachte ich, ein Blog wäre nur dafür da um schlechte Momente aufzuschreiben. Doch ich habe mich geirrt. Und es tut mir für die vielen warmen Momente leid, die ich nicht aufgeschrieben habe, obwohl sie mich sehr berührt haben. Ich habe viel Leid erfahren, aber es gab immer Menschen, die bei mir waren, auch wenn ich das früher nicht sehen konnte. Ich danke all den Menschen, die mir zu gehört haben, wenn ich völlig beängstigt in der Dunkelheit gehaust habe. Ich danke den Menschen für all die schönen Momente, die ich mit Ihnen teilen konnte. Auch die, die nicht mehr in meinen Leben mitspielen. Menschen, die mein Herz berührt haben, bleiben für ewig in meinen Herzen. 




Und was mich in diesen Tagen noch hält? Die Liebe, halt ihm im Arm während er schläft. Um mir wieder nur die Frage zu stellen,ob er mich wohl bald aufgibt. Schließlich tat ichs doch selbst schon einige Male zuvor.






Ich kann nicht beschreiben, 
was du mit mir machst. 
Du lässt mich all 
die grausamen Nächte 
vergessen, 
wo ich
 voller Schmerzen 
und Erinnerungen 
mich unter meine Bettdecke 
versteckt
und 
versucht 
habe 
so leise
wie möglich 
zu weinen, 
damit meine Eltern 
nichts mitbekommen. 
Du lässt mich all die 
Angst und Panikattacken 
vergessen, 
die ich im Moment ständig 
bekomme,
wenn ich raus gehe 
oder im Auto sitze. 
Du lässt mich vergessen, 
dass ich eigentlich 
nirgendswo sicher bin. 
In deinen Armen
kann ich aufatmen
und wenn du mir liebe Worte
in mein Ohr flüsterst 
fühle 
ich 
mich 
für den Moment 
geborgen. 
Wir beide haben schon so viel 
zusammen 
erlebt. 
Du hast mir zugehört 
und
 wurdest von meinen Worten 
nie müde. 
Du suchst immer noch schüchtern 
meine Nähe,
obwohl du weißt 
wie viele Narben 
ich auf meinem Körper trage
oder 
wie ich nackt 
aussehe.
Was ja auch gerade
nicht der schönste
Anblick
ist.
Selbst wenn wir zusammen
nichts weiter machen
außer zu trinken,
zu reden,
zu rauchen, 
Musik zu hören,
komische Videos anzusehen 
oder Horrorspiele zu zocken,
ist das für mich alles. 
Unsere Treffen
zeigen mir,
dass es sich lohnt 
aus meinem Bett aufzustehen 
um die Nächte mit dir zu verbringen. 
Es lohnt sich 
lauter Angstattacken 
haben, 
wenn ich auf dem Weg zu dir bin
oder
und mit Panik
auf dem Weg nachhause
 beim jedem Auto, 
was an mir vorbei fährt, 
zu hoffen das es plötzlich 
nicht anhält 
und mich
ein Kerl
 ins Auto zieht. 
All das lohnt sich, 
weil du mir das Gefühl gibt, 
dass ich dir genüge
und du mir immer
auf deine ganz spezielle Art 
zeigst, 
dass ich wirklich die Person bin
die du mehr als nur magst.



I have survived. I am here. Confused, screwed up, but here.






Ich gehe nicht zur Arbeit, 
verdunkle mein Zimmer
 und verlasse nicht das Bett. 
Es ist so schwer den Unfall zu vergessen, 
wenn der Körper 
dir 
die Verletzungen 
jeden Tag aufzeigt.
 Ich entdecke immer mehr blaue Flecke 
und mit jedem neuen
 kommt die Erinnerungswelle auf mich zu 
und droht mich zu ersticken. 
Ich will niemanden sehen 
und mit niemanden mehr reden.
 Der Schmerz in meiner Brust
ist kaum auszuhalten 
und der Gedanke, 
dass der Unfall Verursacher 
wegen Körperverletzung angeklagt wird, 
macht es auch nicht besser. 
Überall wird nur noch von dem Unfall geredet. 
Schmerzensgeld hier, Schmerzensgeld da.
 Doch ich sage kein Wort 
und versuche die ganze Zeit 
meine Tränen zurück zu halten. 
 "Sieh nicht nach hinten, sieh nach vorn.", sagt mein Vater ständig. 
Aber dieser ganze Druck, 
der Schmerz, 
die Erinnerungen umhüllen mich,
sodass ich gar nicht anders kann
an als die grausamen Stunden
im Krankenhaus
und
an der Unfallstelle
zu denken.
 Mir fällt es schwer rauszugehen 
und vor allem im Auto mit zu fahren. 
Die Panik 
und die Angst
 ist ständig da. 
So viele Tavor Tabletten kann ich gar nicht schlucken um diese Panik zu töten. 




Ich habe niemanden so traurig gemacht, wie mich selbst






Die Schlampe 
nimmt mein Platz ein, 
wenn ich manche Sätze
oder Momente, 
voller ekeliger Nacktheit 
nicht ertrage.
 Sie nimmt das für mich hin.
Ich brauche sie gar nicht 
her bitten. 
Sie ist plötzlich da
 und 
erträgt 
das,
was ich nicht 
ertragen kann. 
Auch wenn ich sie oft
verfluche, 
weil sie Sätze schreibt 
oder Verhaltenweisen 
an den Tag legt, 
wo ich mich später
dafür schäme. 
Aber eigentlich 
müsste 
ich 
mich 
bei 
ihr 
bedanken, 
da sie alles für mich 
in Kauf nimmt. 
Und wenn ich mal wieder 
völlig aufgelöst bin, 
weil dunkle Erinnerungen, 
wo ich den Wölfen 
ausgeliefert bin, 
mich plagen
nimmt sie mich in den Arm. 
Sie, das Kind und ich 
müssen zusammen halten, 
selbst 
wenn wir innerlich 
 zerbrechen 
an der Schande, 
was sich mein Leben nennt.