Liebe ist Scherben fressen und warten wie viel Blut man dann kotzt






An Tagen 
 wie diesem 
wünsche ich mir
 all diese Gefühle 
zu dir, 
ganz weit weg. 
Heute wünsche ich mir,
ich hätte dich nie gekannt. 
Auch wenn diese Gedanken
 unfair dir gegenüber ist, 
aber ich kann diese Welle 
an Gefühlen
 nicht standhalten. 
Ich spüre diese lästige Abhängigkeit
 und ich möchte 
sie am liebsten anzünden 
und dabei zu schauen 
wie davon 
nur 
noch 
tote Asche zu sehen ist.
 Ich
 nehme 
lieber die Abhängigkeit 
von den Suchtmittel die, 
die Realität für eine Weile benebeln,
 in Kauf, 
als von anderen Menschen 
abhängig zu sein.
  Liebe 
bedeutet
 für mich 
meistens 
leider 
Abhängigkeit, 
weil ich den Gedanke nicht ertrage,
 dass 
geliebte Menschen
 mich irgendwann verlassen.
 Ich 
fühle 
mich 
wie ein lästiges Anhängsel. 
Ich fühle mehr, 
als ich will. 
Ich fühle mehr, 
als du
 und
 das macht mich wahnsinnig. 
Es ist so, 
als würde ich seit Wochen 
vor der Tür deines Herzen stehen 
und klopfen, 
damit du mich dort rein lässt, 
aber du machst mir 
nicht auf. 
Du lässt mich stehen, 
selbst 
wenn
 es draußen nur so stürmt.
 Ich
 fühle 
mich 
einfach
 so unfassbar allein
 und lästig. 
Und wenn ich dann noch Bilder 
von deiner Ex Freundin sehe,
 macht das alles nicht besser. 
Sie ist viel zu schön 
und ich sehe, 
wenn ich in den Spiegel schaue, 
nur ein hässliches Etwas
 mit traurigen Augen. 
Ich 
würde 
am liebsten 
die ganze Jägermeister Flasche, 
die in meinem Zimmer steht, 
austrinken 
und 
Morgen 
nicht das Bett verlassen. 
Ich sehe in mir selbst keinen Wert
 und ich würde mich nicht wundern, 
wenn du das genauso siehst. 


New year, same pain







So sehr 
habe ich 
gehofft, 
dass ich diese
warmen Gefühle 
mit in den ersten Januar 
schleppen kann. 
Doch allein schon,
als ich aufwache, 
begrüßt mich 
die Dunkelheit 
und lächelt mir 
hämisch 
ins Gesicht. 
Als dann noch 
meine Großeltern 
vorbei kommen, 
bevor ich 
meine erste Kippe
rauchen kann, 
merke ich 
wie mein Stimmung
mit jeder Minute sinkt. 
Wir trinken Sekt,
und egal wie sehr ich 
auch 
Alkohol 
mag, 
Sekt macht mich komisch.
Die Worte von meinem Opa 
machen mich so aggressiv. 
"Ach isst du immer noch kein Kuchen?"
Ich versuche mich 
zusammen zu reissen, 
aber als er dann wieder 
so schlecht 
gegenüber 
meiner Oma 
benimmt,
kontere ich. 
Ich kann heute 
einfach 
nicht 
mitansehen, 
wie er versucht 
alles an ihr
schlecht zu machen. 
Um die Zeit 
zu überbrücken
schaue ich die ganze Zeit,
ob M. mir geschrieben hat, 
doch darauf warte ich 
hoffnungslos.
Als wäre ihm 
die Worte 
von letzter Nacht 
peinlich. 
Als würde 
er 
die 
am liebsten 
wieder zurücknehmen 
wollen. 
Meine Großeltern 
verschwinden,
doch mit denen
nicht all die dunklen Gefühle,
die wild um sich schlagen. 
Ich versuche 
es 
mir
nicht anmerken 
zu lassen. 
Schaue abends 
verhasst 
mein Essen an. 
Jeder Bissen 
ist 
eine Qual. 
Nach dem Essen  
verziehe ich mich schnell 
auf mein Zimmer 
und versuche mich
mit einem Film 
abzulenken. 
Dann kratzt 
der Wolf 
an meine Tür
und hört nicht auf
mich zu fragen, 
ob wir uns sehen wollen. 
Der Druck steigt und steigt. 
Warum kann mir der Wolf schreiben 
und nicht die Person, 
den ich doch so 
"ach so viel bedeute."
Ich merke 
wie ich 
immer böser
werde
und ich muss  
mich entscheiden, 
entweder 
verletze ich andere,
oder mich selber.
Nach stundenlang überlegen, 
weiß ich, 
dass ich das M. 
nicht antun kann, 
egal wie sehr 
meine Selbstzerstörung
 schreit.
Ich hole mir die Klinge,
fange an zu weinen
und mir weitere Tavorpillen
zu holen. 
Ich schneide und schneide
und ich merke
mal wieder, 
dass ich meine 
dunkle Seite 
niemals 
aus mich raus schneiden 
kann. 





 

I just want to be with you especially on the days where I don’t understand anything, even myself






Meine Schwester sagt, 
dass M.
 und ich 
eine zauberhafte Liebesgeschichte
 vorweisen. 
Und wie jetzt in meinem Bett liege, 
die Regenbogenflagge von Jennifer Rostock
 über mir,
 ein Liebesfilm 
vor mir 
 und mein Bier 
an meiner Seite,
 spüre ich das sie Recht hat. 
Wenn ich auf die Momente 
zurück blicke, 
die wir hatten, 
spüre ich 
wie mein Herz
 sich mit Liebe füllt. 
Es ist wohl an der Zeit, 
wo ich diese Gefühle mit ihm teilen muss.
 Ich trinke
 noch ein Schluck 
von meinem Bier 
und 
hoffe,
 dass die Gefühle
 seinerseits 
nicht komplett in die andere Richtung gehen
und ich zum Schluss,
nicht
als Verlierer
die Wohnung 
verlasse. 



Do I hang the christmas decorations or do I hang myself?






Und als ihr
 seinen Namen erwähnt,
 hätte
 ich
 gerne
 aufgehört
 zu atmen. 
Als ihr dann noch erzählt, 
was ihr für schöne Erinnerungen
 an ihm habt,
 würde ich mich 
gerne an den ganzen Kerzen,
 die auf dem Tisch liegen, 
verbrennen. 
Als ihr Minuten später,
 immer mehrere Momente mit ihm aufzeigt, 
wäre ich gerne aus dem Haus gerannt.
 Einfach 
fort
 aus diesem Missbrauchhaus, 
welches mir 
meine Seele 
geklaut hat.






Kindliche Wahrheit




 

Im Waschraum
 ziehe ich meine Ärmel hoch 
und helfe den Kindern
 ihre farbigen Hände abzuwaschen. 
Der kleine Lispelkönig 
streichelt  
meinen vernarbten Arm 
und sagt:
 "Du hast da ganz viel Aua."
 Dieser Satz berührt mein Herz
 und hätte ihn so gern in den Arm genommen. 
Er ist der einzige, 
der mich darauf angesprochen hat.
 Die meisten Kinder
 schauen
 nur auf meine Tattoos 
und sprechen mich auf diese Sache an. 
Doch er ist anders. 
Er kennt sich mit Narben aus. 
Als er ein Baby war 
wurde er ganz oft 
am Herzen
 operiert
 und nun 
ziert
 auf seinen Bauch
 eine lange Narbe.
 So jung 
und schon
 mit Narben gezeichnet. 
Das Leben kann so unfair sein. 





Trauma, du Hure





Ich klammere mich
 fest
 an meinen Regenschirm, 
als ich 
M.'s Wohnung verlasse. 
Als ein Kerl 
mit einem Hund
 hinter mir her 
läuft, 
fange
 ich
 das
 schneller
 gehen 
an. 
Ich merke
 wie die Angst
 mir
 an den Hals
 greift
 und ich Panik bekomme. 
Eine Gruppe von Jugendlichen
 laufen 
an mir 

vorbei
 und fangen an
 belustigt 
mir 
Hallo zu sagen
 und ich merke wieder 
warum ich die meisten 
männlichen Wesen 
eher meide. 
Als dann noch
 ein Auto
 kurz vor mir hält 
und das Licht 
so lange 
anhält
 bis ich daran vorbei laufe, 
drehe ich völlig durch. 
Ich fange an zu weinen 
und 
gehe noch viel schneller. 
Ich traue mich nicht mehr 
nach hinten zu schauen 
und stelle mich auf das schlimmste ein.
 Erst als ich kurz 
vor meiner Straße 
angelangt bin, 
drehe ich mich um 
und kann aufatmen,
 als ich niemanden erblicke.
 Mit Tränen in den Augen
 und eiskalten Händen
 komme ich zuhause an. 
Ich hole mir noch ein Bier
und versuche das zittern aufzuhören. 
Mal wieder 
merke ich 
die Symptome 
von dem Trauma
 und könnte wieder in Tränen ausbrechen. 
Nie
habe ich 
von den Symptome ruhe. 
Wie lange muss ich die bloß noch ertragen?
 Ich hoffe nicht bis zum Tod. 




Immer noch bereit, für nur eine Sekunde glücklich fühlen alles zu geben





Wie ich Abends
panisch 
 meine letzten Pillen 
zusammen kratze, 
wie 
meine Laune 
plötzlich sinkt,
 als ich merke, 
dass
 ich
 für Morgen 
weniger Pillen
 als sonst habe,
 merke ich, 
dass nicht ich die Sucht kontrolliere,
 sondern die Sucht mich.