für mich ist am esstisch meiner familie keinen platz





"Man kann die Dunkelheit fühlen. Sie gleitet einem über die Haut, kriecht einem in den Mund, in die Nase und in die Ohren. Man spuckt, würgt um diese Schwärze loszuwerden aber irgendwann wird es zu viel. Ein großer Schluck Dunkelheit und man ertrinkt. Nur das man nicht daran stirbt. Man ertrinkt immer weiter, immer weiter. Es ist, als ob man jahrelang in einen Abgrund stürzt."

Ausschnitt aus dem Buch: Ausgelöscht










zwanghaftes verhalten 
rauben mir den
 letzten tropfen verstand. 
hole
immer wieder aufs neue
die küchenwaage heraus
um ja die passende grammzahl
zu erreichen, 
höre nicht auf
alles aufs neue genaue planen
damit ich bei den essen
ja allein und unbeobachtet bin,
um nicht an den essenstisch
gefangen zu sein
und
dieses ständiges kaloriennachrechnen
machen mich
zu einen menschen,
den ich verabscheue.
der drang
mich am liebsten
mit den essenresten
in die mülltonne
zu schmeißen
und verschimmeln zu lassen
wird immer größer
und verseucht
langsam
und doch schnell
meine venen.
solang bis
ich nur noch
ein wandelnes
kalorieren zählendes monster
bin,
das vor
jeden lebensmittel
jämmerlich
zurückzuckt. 


ich trinke um zu vergessen, dass ich trinke






Ich habe den Punkt erreicht, wo ich den Alkohol abstoßend finde. Wo der Geschmack mir das Gefühl gibt, ich müsste mich gleich übergeben. Wo der Alkohol mir nichts bringt außer Würgende Gedanken und Scham. Doch ich überschreite den Punkt immer und immer weiter. Ich kann nicht aufhören. Ich möchte nicht aufhören. Ich kann nicht das loslassen, was mir schadet. Ich kann nicht das tun was mir gut tut, und damit aufhören keinen Alkohol mehr zu trinken und all meine sonstige dunkeln verhaltensweisen hinzuschmeißen. Ich trinke, trinke und trinke, und merke wie sehr es mich anwidert. Doch ich tue es, ich brauche das Gefühl das, das was ich tue mich zerstört. Ich brauche das damit ich durch den Alltag gehen kann. Ich brauche das damit mein Kopf 'zufrieden' ist, und kurz inne hält. Ich brauche das, weil es mir Hoffnung gibt, das dieses Verhalten mich bald ins Grab bringt.




it's dark in here





zwischen raucherfinger, 
kippenasche auf der kleidung, 
laute aufmerksamkeits lauernde gespräche, 
weinender magen, 
blut unter den fingernägeln,
hässliche fratzen im eigenen spiegelbild,
tränen der scham, 
angst vor männlichen wesen, 
schwäche in allen körperteilen, 
unendlicher schuldruck,
der sehnsucht nach das was mein körper noch weiter in den schmutz zieht,
und den schnee der angst 
holt mich der alltag ein 
und die angst jeden morgen aufs neue aufzuwachen.



wölfe fressen mein inneres auf




Ich kann 
nicht 
an 
den 
schuldbeladenen park 
vorbeigehen 
ohne 
das der dreck 
unter meiner haut 
anfängt 
zu schmerzen,
zu schreien 
und zu hassen. 
ohne 
das 
das jämmerliche reh 
anfängt 
vor den erinnerungen 
fort zu laufen 
und es doch nie 
eine chance hat
den wölfen 
zu entkommen.
ohne 
das, 
die verlorene seele
in sich 
zusammensackt 
und den wolf 
nah 
an ihren bewusstsein spürt. 
ohne das 
das monster 
anfängt 
die fäuste zu ballen 
und am liebsten 
sich selbst 
tot prügeln 
möchte. 
ohne 
das die schuld 
auf meinen schulter 
mich erdrücken droht 
und ich merke 
wie jämmerlich 
ich doch 
auf den bezug 
körperlicher nähe 
bin.
ohne mich dafür 
zu hassen 
das 
ich 
bei 
den wölfen 
all die worte
der welt 
 verlernt 
habe 
auszusprechen.














"Sie denken meine Tendenzen wäre suizidal 
...und wenn schon."
-Maeckes

i'm so tired of being here





"Du sagst, du hast dich verloren, 
                  erkennst dich nicht wieder 
   als hättest du ein fremdes Leben gelebt.
             Musst irgendwohin, am besten alleine 
    auch wenn es dir wiederstrebt. 

                                                                                                               Du hast nachts im Traum
                                                                                                                  plötzlich Visionen,
                                                                                                                 du zweifelst an deinem Verstand. 
                                                                                                                 Du sagst, du hast Angst,
                                                                                                                  du weißt nicht wie es weitergeht
                                                                                                                   du bist ausgebrannt.

Du sagst, du fühlst dich allein 
       in einen Raum voller Menschen,
                als wären sie nur Illusion.
                        Niemand redet mit dir,
                                    weil kein Mensch
                                            deine Sprache spricht,
                                                        du sprichst sie selber
                                                                               nicht mehr."



-Farin Urlaub






ruf mich nicht an, ich bin tot.
meine haut ist grün, die augen rot.
lad mich nicht ein, denn da wo ich hingehe regnet es bloß.






As days go by the night's on fire




"Ganz egal wie viele Tode ich gestorben bin, ich werde niemals vergessen. "
-30 Seconds to mars








das Leben ist nichts wert 
wenn der kopf
nur aus tote gedanken bestehen.

don't feel bad for me


ja, das bin ich komisches wesen, 
mit meiner viel zu großen toten hosen jacke. 
das bild ist nur für dich M.Herzmatsch










ich rede doch ich schweige ständig.


zu schwach um durchs leben zu gehen. ich stakse durchs Leben, und jedes kleine wütende Wort bringt mich zum fall. ich falle, falle und falle. beschmiere mich mit schuld und vergesse wie es ist zu atmen. die leere packt mich immer wieder am kragen und schubst mich mit gewalt in die Welt zurück. wo ich nichts sehe, nichts wahrnehme außer die menschen die lachen, so laut bis mein kopf schreit. kein auge sieht etwas, niemand hat den blick fürs fallen. klammere mich ans lachen fest, denn das ist doch das einzige was ich krampfhaft jeden tag mache. das ist das einzige was ich in meinen jämmerlichen zustand noch zeigen kann. es ist egal, wie dreckig ich mich fühle, egal wie sehr die stimmen auf mich einschlagen. das lachen bleibt fest eingeschweißt im Gesicht. An den Mundwinkel hängt eine Masse von traurigkeit, die doch im dunklen bleibt, denn das laute lachen logt die gierigen neugriegen biester davon ab in das verkorkste Leben herumzuwühlen.
Das Leben ist niemals gnädig mit geschundenen, verloren, verirrten seelen. nie bleibt die welt stehen, damit man auf die suche, nach den verlorenen, gehen kann. all die rennenden stunden schlagen einen ins gesicht, so das man das ernst der Zeit an seinen gesicht wiederwillig im spiegel ansehen muss und man nichts anderes kann, als weiter durch verdunklete gassen zu staksen. doch die wahren gefühle bleiben im getümmel der falscheit auf der strecke. alle lügen werden in wahrheit verhüllt. das aufgeben in stärke gepackt, die angst in lachen gehüllt, das blut in verschwiegenheit abgetupft. das hungern in notlügen versteckt, die man in stillen zimmer wieder auspackt und der körper langsam anfängt zu staub zu zerfallen. die dunkelheit in schwarze kleidung gepackt, so das niemand das offensichtliche wahrnimmt.
die dunkelheit hat sich um mich gelegt, eingebrannt in meine venen,wie ein schwarzer schatten, der laut schweigt, der leise schreit, und mich in die wärme kälte des todes packt. der tod ist wach, wenn mein körper schläft, sticht mir immer wieder eingeweide, und brennt mir bilder ins hirn. lauter bilder von männlichen wesen und unzählige dreckige momente mit lauter schuld.
jämmerlich macht mich der tod. jämmerlich macht mich das Leben. stecke fest, und ich weiß, ich muss nur noch den sprung schaffen. den sprung ins Leben oder in die Hölle, den Tod persönlich.



kackmüll dieser text, 
vergibt mir bitte. 
die worte in mir fangen an mich zu hassen.
es tut mir leid. 

das leben ist nicht fair, aber es ist alles was uns noch bleibt




"Der Nebel in meinem Kopf ist zurückgekommmen, dick und schwer. Ich stelle mir vor, dass ich ihn, könnte ich durch meine Schädeldecke hindurch greifen, mit den Händen packen und zusammendrücken könnte wie matschigen Schnee. Das Denken fällt immer schwerer, die Gedanken verdrehen, verheddern sich, stolpern und bleiben kleben. Ich vergesse ständig, was ich gerade machen oder wohin ich gehen wollte, manchmal starre ich auf einen Gegenstand in meiner Hand, ohne mich daran zu erinnern, wofür man ihn verwendet."

Ausschnitt aus: Hungrige Zeiten








"Wir bluten 
und hören nicht auf bis, 
dass der aller letzen Tropfen kommt."
-Die Toten Hosen

autsch, I lost myself again and again








Mein Gedächtnis ist ein Sieb. Nur die ganze Scheiße bleibt hängen.











"This will be all over the soon .
pour salt in the open wound "
-Breaking Benjamin

dead fingers in my veins



ihr träufelt mir 
säureartige worte 
in den Mund 
und ihr erwartet 
das ich sie 
ohne mit der Wimper 
zu zucken 
schlucke.
ihr wollt 
das meine worte 
voller wahrheiten sind 
doch eure Säure 
verätzt 
meinen Mund 
so das nichts
außer Lügen 
und Stille 
mich umgibt. 
ihr klebt 
mir lauter krankheiten, 
deren namen ich verachte, 
auf meine stirn 
ohne mich 
nur im empfernsten 
zu kennen. 
ihr steckt 
mich in eine schublade 
und ihr erwartet 
das ich mich füge, 
mich nicht wehre 
und alle meine 
verhaltensweisen 
die euch wütend machen 
ablege. 
ihr beschmeißt 
mich mit sorgen, bissigen kommentare
und forderungen.
ihr spuckt 
mir eure 
wut 
vor die füße, 
die ich aufsauge 
und mich 
zum wandelnen hassenden wesen 
werden lässt. 
ihr erwartet 
das ich anfange aufzuhören 
und die dunklen päckchen 
in die finsternes
schicke,
weil ich 
sonst nicht zu euch passe, 
und sonst 
weiterhin 
das schwarze schaf 
unserer pseudo familie 
bleibe. 
ihr knallt 
mir eure besorgniss
um meine gesundheit 
vor den kopf,
die ich 
euch niemals mehr 
glauben werde,
dank eure 
wütenden verhaltensweisen. 
ihr sagt ständig 
das ich anfangen soll 
zu leben
aber ihr habt 
einfach noch nicht 
begriffen
das in 
meinen inneren 
der tod lebt 
und nur noch 
darauf wartet 
das mein körper 
versteht 
das mein zerstörungsdrang 
mich ins grab befördert, 
und das er nun 
endlich 
aufhören soll 
gegen 
mein todeswunsch 
anzukämpfen. 













"Vertrauen? Einige von uns wagen es immer noch und haben damit kein Glück. Beziehungen brechen unter unserer Angst, unserem Misstrauen und der alten Erwartungen des Schmerzes zusammen. Opfer rechnen normalerweise mit dem Schmerz, sie sind zu schnell bereit ihn hinzunehmen und werden nie lernen, ihn anzunehmen. Entweder wählen sie den falschen Partner (was zwangsläufig Schmerz mit sich bringt) oder sie finden den richtigen und zerstören dann, was sie doch nicht verlieren wollen."

Ausschnitt aus: Aufschrei 



















falsche heiligkeit der jungfräulichen psychopathin.